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Nicht weit entfernt von der Mäuseklippe und den Schnarcherklippen entfernt findet man die Scherstorklippen, die wie die anderen Granitklippen von der Wollsackverwitterung geprägt sind.

Aus alter germanischer Zeit ist folgende Sage zu der Entstehung Scherstorklippen übermittelt:

Einst, zu Wodans Zeiten, lebte nicht weit von diesen Klippen entfernt eine wunderschöne Köhlermaid. Thor, der Donnergott, hielt sich damals oft im Brockengebiet auf und so wurde er eines Tages auch der schönen Köhlerin gewahr und verliebte sich in sie.

An einem lauen Frühlingsabend näherte er sich seiner Auserwählten in Gestalt eines hübschen jungen Köhlers. Auch Söre, so hieß die Schöne, fand Gefallen an dem schmucken Köhler, und noch ehe der MAi zu Ende war, wurde sie heimlich seine Frau.

Als es dann Herbst wurde, musste Thor seine Söre verlassen, er hatte auch anderswo zu tun, nicht nur im Harz. Ihr Vater aber, als er von der heimlichen Eheschließung erfuhr, verstieß sie.

Da ging sie zu den steinernen Klippen, an denen sie so oft verliebt mit Thor gesessen hatte. Zu jener Zeit hatten die Klippen zwei getrennte Spitzen. Am Fuße des Felsens gab es eine kleine Höhle, die Söre als Wohnung nahm. Laub und Heu waren ihr Bett, Beeren, Pilze und Früchte ihre Nahrung und eine nahe Quelle stillte ihren Durst.

An einem Wintertag brachte sie Zwillinge, die Früchte ihrer Liebe zu Thor, zur Welt. Sie gab ihnen die Namen Söri und Söro. Der Frühling zog ins Land Land und mit ihm kam auch Thor zurück. Als er seine Söre nicht in der Hütte des Vaters fand, suchte er lange, bis er sie fand. Groß war seine Freude über die beiden gesunden Söhne.

Die Brüder wuchsen heran, wurden groß und stark, aber es fiel ihnen schwer, sich zu vertragen. Immer stritten sie um den Felsen, jeder von ihnen betrachtete ihn als sein Eigentum. Eines Tages waren sie wieder auf den Felsen geklettert. Jeder auf eine Spitze und kaum oben, begannen sie wieder zu streiten. Der Streit verschärfte sich so, dass sie einander ans Leben wollten. Da trat Vater Thor wütend dazwischen, hob seinen gewaltigen Donnerhammer und spaltete den Felsen in zwei Teile. Seine Söhne aber verwandelte er, so wie sie dastanden, in Stein.

Zwei Zwillingsfelsen, voneinander geteilt, bildeten ein Tor. Es erhielt den Namen Sörs-Tor. Später ist daraus das Schers-Tor geworden, ein Name, der sich erhalten hat.


 

 
Sagen, Mythen und Legenden aus dem Harz, Bd. 5
Bernd Sternal (Autor), verschiedene Illustratoren

Dieser Band ist in Vorbereitung!

 
 
 
   

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